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Umgebung

Schwaan

Die Landschaft um Schwaan wird als unteres Warnowtal bezeichnet. Hier fließt die Warnow ruhig durch das flache Flusstal, von Wiesenlandschaften, Waldgebieten und ehemaligen Torfstichen umgeben. Das kleine Flüsschen Beke nähert sich der Stadt in schlängelnder Form und fließt nördlich von Schwaan in die Warnow. Im 13. Jahrhundert befand sich hier eine wichtige Furt durch den Fluss. In dieser Zeit gründete sich die Stadt mit Kirche und Burg. Bei dem großen Stadtbrand von 1765 wurden alle Häuser zerstört. Nur die Kirche und die Wassermühle blieben verschont.

Die Kirche gehört zu den wenigen Bauten, die von Baubeginn als reine Backsteinkirche errichtet wurde. Der Innenraum erfuhr zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine neugotische Gestaltung. Einige wertvolle, alte Ausstattungsstücke können noch heute bewundert werden. Der sakrale Bau mit dem wuchtigen Turm steht in der Altstadtmitte in Nähe von restaurierten Wohnhäusern und des Rathauses, dass durch den roten Farbanstrich nicht zu übersehen ist.

Die kleine Stadt an der Warnow mit ihrer reizvollen Umgebung gab Anlass, hier 1892 eine Künstlergemeinschaft zu gründen. Initiator war der in Schwaan geborene Franz Bunke. Jährlich trafen sich Künstler und Studenten, um sich der Freilichtmalerei zu widmen. Seit dem zweiten Weltkrieg geriet die Schwaaner Künstlerkolonie in Vergessenheit. Engagierte Schwaaner Bewohner und Kunstliebhaber ließen die leer stehende Wassermühle in eine Kunstmühle umbauen. Die Werke der Künstlerkolonie sind nun seit 2002 als ständige und fortgeführte Sammlung zu besichtigen — eine Empfehlung für Besucher aus Nah und Fern!

Wer Jazz oder Blues mag, sollte sich in „Sackgasse 25“ am Markt begeben. Ein abwechslungsreiches Livemusik-Programm und Gaumenfreuden bieten die Mitarbeiter der KULTurSCHÄNKE an.

In der Umgebung von Schwaan können Rad- oder Fußwanderer die reizvolle Flusslandschaft der Warnow erkunden. Der Radwanderweg Berlin-Kopenhagen führt durch den Ort. Wasserwanderer finden in und um Schwaan gute Einsatzstellen für Kanus und Kajaks.

Südlich von Schwaan liegt der Ort der ehemaligen Burg Werle an der Warnow. Hier wurde der Slawenfürst Niklot, der sich lange der Annahme des Christentums widersetzt hatte, durch den sächsischen Herzog Heinrich der Löwe geschlagen. Ein Gedenkstein erinnert an das historische Ereignis.
Film

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